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Lagerleben – Ein Provisorium auf Zeit

Der erzwungene Aufenthalt im Lager konnte sich über Monate und Jahre hinziehen. Der Ersterfassung und ärztlichen Untersuchung folgte eine Reihe von administrativen Maßnahmen für die Lagerbewohner. In den meisten Lagern war der Alltag von der Befriedigung elementarer Bedürfnisse wie Schlafen und Essen geprägt. Nach und nach wurden aber auch Infrastrukturen aufgebaut, Unterricht für die Kinder fand statt und Gemeinschaftseinrichtungen wurden errichtet.

Da der Wohnraum knapp war, teilten sich oft mehrere Familien eine Wohneinheit. Versuche, mit Wäscheleinen und Decken ein wenig Privatsphäre herzustellen, zeugten von der drangvollen Enge. Die spärlichen Ausstattungen, die es auf Bezugsschein gab, sind in Eigenregie ergänzt worden. Aus Resten der militärischen Ausstattung, Schrott und Naturmaterialien wurden Kochgeräte, Mobiliar und sogar Spielzeug hergestellt.