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Konzentrationslager

Seit März 1933 errichteten die Nationalsozialisten KZs, in denen rassisch oder politisch verfolgte Personen inhaftiert wurden. Nach Ausbruch des Krieges entstanden viele KZ in den eroberten Ostgebieten. Während des Krieges stieg ihre Zahl im Reich und den besetzten Gebieten und Ländern auf 25 so genannte Stammlager und 1.200 Nebenlager. In sieben Vernichtungslagern wurden die Menschen massenweise in Gaskammern ermordet. Das erste Vernichtungslager nahm seinen Betrieb am 8.12.1941 in Chelmno auf. Nach der Wannsee- Konferenz im Januar 1942 wurde das technisierte Töten auf ganz Europa ausgeweitet. Auschwitz- Birkenau ist zum Symbol des Holocaust geworden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte man zur Unterbringung der zahlreichen Displaced Persons, Flüchtlinge, Vertriebenen und Ausgebombten u. a. ehemalige Kriegsgefangenen-, Zwangsarbeiter- und Konzentrationslager, z. B. in Dachau. Auch einige der in Polen und der Tschechoslowakei für die Inhaftierung von Deutschen genutzten Lager waren ehemalige nationalsozialistische KZ, darunter Theresienstadt. Die Insassen wurden hier bis zu ihrer Ausweisung nach Deutschland oder der Verschleppung zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion festgehalten.