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AUSSTELLUNG IN BERLIN


Verlorene Heimat

Persönliche Gegenstände, in letzter Minute mitgenommen, erzählen von der Dramatik des Flucht- und Vertreibungsgeschehens. Die Häuser, die verlassen wurden, und die Besitztümer, von denen man sich trennen musste, versinnbildlichen für viele Vertriebene den Verlust der gesamten Lebenswelt. So erhalten einfache Dinge wie Schlüssel, Hausrat und Spielzeug eine hohe symbolische Bedeutung, da sie auch von der anfänglichen Hoffnung auf Rückkehr zeugen. Karten, Zeichnungen und vor allem Fotos und Wandschmuck dienen der nachträglichen Orientierung und Vergewisserung des Verlorenen.


Verlorene Heimat - Das Beispiel Zypern

Fotoalben, Spielzeug und Dokumente erzählen von Familienschicksalen der im Zuge des Bürgerkrieges 1963/1964 und der türkischen Besetzung des Nordteils der Insel 1974 vertriebenen Zyprer. Sie spiegeln auch die dramatischen Fluchtgeschichten mit der Trennung der Familien und monatelangen Lageraufenthalten wider. Verschiedene private Organisationen bemühen sich um Annäherung und betonen
die guten Beziehungen zwischen türkischen und griechischen Zyprern auf der zwischenmenschlichenEbene. Das Famagusta Refugee Movement in Nikosia betreibt z. B. europaweit aktive politische Arbeit für eine Wiedervereinigung der geteilten
Insel. Während der türkischen Invasion im Juli 1974 wurde Famagusta bombardiert und zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Seither ist ein großer Teil Varoshas, ein Stadtteil Famagustas, Sperrgebiet, zu dem nur das türkische Militär Zugang hat.
Auch eine türkisch-zyprische Organisation betreibt bikommunale Erinnerungs- und Öffentlichkeitsarbeit und hält die Erinnerung an die verlorene Heimat, die Bergregion Tillirien im Nordwesten Zyperns, aufrecht.



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