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Persönliche Gegenstände, in letzter Minute mitgenommen,
erzählen von der Dramatik des Flucht- und Vertreibungsgeschehens. Die
Häuser, die verlassen wurden, und die Besitztümer, von denen man
sich trennen musste, versinnbildlichen für viele Vertriebene den Verlust
der gesamten Lebenswelt. So erhalten einfache Dinge wie Schlüssel, Hausrat
und Spielzeug eine hohe symbolische Bedeutung, da sie auch von der anfänglichen
Hoffnung auf Rückkehr zeugen. Karten, Zeichnungen und vor allem Fotos
und Wandschmuck dienen der nachträglichen Orientierung und Vergewisserung
des Verlorenen.
Fotoalben, Spielzeug und Dokumente erzählen von Familienschicksalen
der im Zuge des Bürgerkrieges 1963/1964 und der türkischen Besetzung
des Nordteils der Insel 1974 vertriebenen Zyprer. Sie spiegeln auch die dramatischen
Fluchtgeschichten mit der Trennung der Familien und monatelangen Lageraufenthalten
wider. Verschiedene private Organisationen bemühen sich um Annäherung
und betonen
die guten Beziehungen zwischen türkischen und griechischen Zyprern auf
der zwischenmenschlichenEbene. Das Famagusta Refugee Movement in Nikosia betreibt
z. B. europaweit aktive politische Arbeit für eine Wiedervereinigung
der geteilten
Insel. Während der türkischen Invasion im Juli 1974 wurde Famagusta
bombardiert und zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Seither ist
ein großer Teil Varoshas, ein Stadtteil Famagustas, Sperrgebiet, zu
dem nur das türkische Militär Zugang hat.
Auch eine türkisch-zyprische Organisation betreibt bikommunale Erinnerungs-
und Öffentlichkeitsarbeit und hält die Erinnerung an die verlorene
Heimat, die Bergregion Tillirien im Nordwesten Zyperns, aufrecht.