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Vornehmlich an Dinge, Gebrauchsgegenstände und kunsthandwerkliche
Artefakte knüpfen sich Erinnerungen und Emotionen. Auch nachträglich
fabrizierte Stücke sind Transporteure eines Heimatgefühls. Weibliches
Kunsthandwerk, von vertriebenen Frauen überliefert, wird im Rahmen der
Erinnerungskultur revitalisiert und zeigt sich besonders in der Fertigung
von Trachten. Wenn auch die ursprünglichen Fest- und damit Gebrauchszusammenhänge
nicht mehr gegeben sind, so dient doch deren folkloristische Nutzung ebenfalls
der Erinnerung an das Zurückgelassene.
Relikte können zu Reliquien werden. Zeugnisse der Tischkultur,
des Kunsthandwerks, Rezepte, Spielzeug, Schmuck und Fotografien wie auch Hausrat
und Souvenirs sind Bausteine, welche – als „Lebensmuseum der kleinen
Denkmäler“ zusammengefügt – das Heimatbild konstruieren
und ein Heimatempfinden aus der Ferne ermöglichen. Gesellschaftsspiele
dienten der Weitergabe von Kenntnissen über die verlorene Heimat an die
jüngere Generation sowie der eigenen Erinnerung.
Relikte können zu Reliquien werden. Zeugnisse der Tischkultur, des Kunsthandwerks, Rezepte, Spielzeug, Schmuck und Fotografien wie auch Hausrat und Souvenirs sind Bausteine, welche – als „Lebensmuseum der kleinen Denkmäler“ zusammengefügt – das Heimatbild konstruieren und ein Heimatempfinden aus der Ferne ermöglichen. Gesellschaftsspiele dienten der Weitergabe von Kenntnissen über die verlorene Heimat an die jüngere Gene- ration sowie der eigenen Erinnerung.