Gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt besetzte die Rote Armee Ostpolen ab dem 17.9.1939. Die Gebiete wurden der UdSSR einverleibt. Stalin hielt auch während des Deutsch-Sowjetischen Krieges am Ziel fest, diese Gebiete für die Sowjetunion zu sichern. Von 1939 bis 1941 wurden etwa 300.000 Polen nach Sibirien deportiert, ebenso zahlreiche Ukrainer. Eine unbekannte Zahl von Polen flüchtete ins deutsch beherrschte Generalgouvernement, ebenso einige tausend Ukrainer aus der sowjetisch besetzten Westukraine. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 ließ Stalin die deutsche Bevölkerung wie die Wolgadeutschen nach Kasachstan deportieren. Andere Völker wie die Tschetschenen, Inguschen, Kalmücken und Krim-Tataren wurden 1944 deportiert. Auf den Kriegskonferenzen 1943 in Teheran und 1945 in Jalta billigten die Westalliierten die Westverschiebung Polens auf Kosten Deutschlands. Da in den neuen Grenzen keine nationalen Minderheiten leben sollten, bedeutete dies den Heimatverlust von vielen Millionen Deutschen, Polen und Ukrainern. Die polnische Exilregierung in London hatte früh Gebietsforderungen im Westen erhoben, verweigerte aber die Abtretung Ostpolens. Erst die von Stalin im Juli 1944 eingesetzte kommunistische Führung Polens erfüllte die Moskauer Vorgaben.