In den von Deutschland annektierten Teilen Polens und in Danzig lebten 9,2 Millionen Polen, 653.000 Deutsche und 582.000 Juden. Das Generalgouvernement zählte etwa 10,6 Millionen polnische und jüdische Einwohner. SS-Chef Himmler betrieb als „Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums“ die ethnische Trennung der Bevölkerungsgruppen und die Germanisierung jener Teile der Mischbevölkerung, die den NS-Rassekriterien entsprachen. Die polnische Intelligenz sollte vernichtet und die übrigen Polen auf der Stufe eines unfreien, aber in der Kriegswirtschaft verwendbaren „Hilfsvolkes“ ohne politisches Eigenleben gehalten werden. Langfristig sollten die Gebiete vollständig germanisiert werden. Dazu wurden etwa 840.000 Polen zwangsweise innerhalb der annektierten Gebiete umgesiedelt oder in das Generalgouvernement deportiert. Etwa zwei Millionen polnische Zwangsarbeiter wurden ins Reich verschleppt. An deren Stelle wurden „Volksdeutsche“ aus dem Baltikum, aus Wolhynien, Galizien, den Karpaten, aus Siebenbürgen, Bessarabien, der Bukowina, der Dobrudscha und der Gottschee angesiedelt. Entsprechend der NS-Ideologie sollten sie als „Wehrbauern“ das „Deutschtum im Osten“ festigen.