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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Die Umsiedlung der Deutschbalten und Litauendeutschen 1935-1941

Dem deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28.9.1939 folgte am 6.10.1939 eine Rede Hitlers im Reichstag, in der er deutlich machte, dass er eine „neue Ordnung der ethnographischen Verhältnisse“ anstrebe. Sein Ziel war, alle Deutschen außerhalb des Reiches und der besetzten Gebiete, die er von der „Entgermanisierung“ bedroht sah, in das deutsche Herrschaftsgebiet zu übersiedeln. Das bedeutete den Heimatverlust für etwa 82.000 Deutschbalten aus Estland und Lettland. Die später mit dem Paradoxon „Diktierte Option“ bezeichnete Umsiedlung traf die Deutschbalten völlig unvorbereitet. Insgesamt wurden von Oktober 1939 bis Dezember 1939 etwa 51.000 Deutsche aus Lettland und 14.000 aus Estland in das besetzte Polen, vorwiegend nach Westpreußen und in den Warthegau, umgesiedelt. Unter erschwerten Umständen wurden noch1940/41 „Nachumsiedler“ im so genannten Altreich aufgenommen, wo sie den Flüchtlingsstatus erhielten. Die Deutschbalten, die 1939 die Umsiedlung größtenteils selbst organisierten hatten, durften ihre bewegliche Habe mitnehmen. Sie wurden aus der estnischen oder lettischen Staatsbürgerschaft förmlich entlassen und in das Deutsche Reich eingebürgert. Die Litauendeutschen wurden erst im Januar 1941 umgesiedelt – im Gegenzug zur Aussiedlung von Litauern, Russen und Weißrussen aus dem Memel- und Suwalki-Gebiet. Nach der deutschen Besetzung Litauens kam es zu einer großangelegten Rücksiedlungsaktion von 20.000 Deutschen, die als Vorboten einer Kolonisation galten.

Landkarte