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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

ZWANGSUMSIEDLUNGEN, VERTREIBUNGEN UND DEPORTATIONEN DER POLEN, DER UKRAINER UND IM BALTIKUM 1939–1949

Im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts vom 23.8.1939 beschlossen die Diktatoren die Aufteilung Polens zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich. Das deutsch besetzte Gebiet wurde in die Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Wartheland sowie das „Generalgouvernement“ unterteilt. Aus Danzig-Westpreußen, dem Wartheland, aus Oberschlesien, dem Bezirk Zichenau (Ciechanów) und dem Kreis Sudauen (Suwalki) wurden insgesamt etwa 840.000 Polen vertrieben oder deportiert, davon etwa 70.000-80.000 polnische Juden, die in Ghettos und später in Konzentrationslager verbracht wurden. Zwei Millionen polnische Zwangsarbeiter wurden ins Reich verschleppt. Von der Vertreibung waren die Angehörigen der polnischen Eliten besonders stark betroffen. Viele wurden unmittelbar nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet.
Die Westverschiebung Polens 1944/1945 führte zur Umsiedlung von etwa 1,2 Millionen Polen aus den von der Sowjetunion annektierten polnischen Ostgebieten (Galizien, Wolhynien, Weißrussland, Litauen) nach Polen sowie zur Vertreibung von rund 480.000 Ukrainern aus Polen in die Sowjetunion bis zum Sommer 1946. In der so genannten Aktion Weichsel erfolgte 1947 die Umsiedlung von 140.575 Ukrainern innerhalb Polens.
Im August 1941 wurden Litauen, Lettland und Estland in die Sowjetunion eingegliedert. Viele Bewohner wurden nach Sibirien verschleppt, gefoltert und getötet. Die Gesamtzahl der Opfer der ersten sowjetischen Besatzung zwischen Juni 1940 und Juni 1941 beläuft sich wahrscheinlich auf etwa 170.000. Eine zweite Massendeportation durch die Sowjetarmee folgte 1945, eine dritte 1949.

Landkarte