Der am 23.8.1939 geschlossene Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt besiegelte das Schicksal Polens und der baltischen Staaten. In seinem geheimen Zusatzprotokoll wurde Ostmitteleuropa in eine deutsche und eine sowjetische Interessenssphäre geteilt. Der Teil Polens westlich vom Bug fiel an Deutschland, Ostpolen, das Baltikum und Bessarabien an die Sowjetunion. Dieser von Hitler nur als kurzfristiges Arrangement gedachte Vertrag gab ihm freie Hand für den Überfall auf Polen am 1.9.1939. Hierfür war die „Danzigfrage“ – die Forderung, den Freistaat Danzig dem Deutschen Reich anzugliedern – nur der Vorwand. Schon im Mai hatte Hitler erklärt: „Danzig ist nicht das Objekt, um das es geht. Es handelt sich für uns um die Erweiterung des Lebensraumes im Osten.“ Parallel zum deutschen Vormarsch begann am 17.9. die Besetzung der Ostgebiete Polens durch die Rote Armee. Damit war die im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarte Teilung Polens erfolgt. Die von der Wehrmacht besetzten Gebiete wurden wiederum geteilt. Der westliche Teil wurde von Deutschland annektiert, der Rest zum „Generalgouvernement“ erklärt, das unter die Terrorherrschaft von SS, SD und Gestapo fiel. Am 28.9.1939 konstituierte sich die polnische Exilregierung.