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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Ansiedlung der Deutschbalten im besetzten Polen

Die über die Ostsee transportierten deutschbaltischen Umsiedler wurden nach mehrwöchigem Zwischenaufenthalt in Auffanglagern und Privatquartieren in Pommern auf die neuen Reichsgaue Wartheland und Danzig-Westpreußen verteilt. Die Familien wurden in die Wohnungen, Stadthäuser, Gutshöfe und landwirtschaftlichen Betriebe der nur wenige Tage, manchmal nur Stunden zuvor vertriebenen Polen einquartiert. Das Deutsche Reich war bestrebt, den Umsiedlern vergleichbare Existenzbedingungen wie in der alten Heimat zu bieten. Der enteignete polnische Besitz wurde ihnen in treuhänderische Verwaltung gegeben. Meist wurde dieser erst vor Ort erkannte Umstand mit Entsetzen, Beklommenheit und Scham wahrgenommen, die zu beziehenden Unterkünfte wurden als gestohlen oder geraubt empfunden. Manche wollten die zugewiesenen Höfe nicht übernehmen. Doch das gleichzeitige Erleben von Krieg und Heimatverlust sowie ein notwendiger Pragmatismus für den Aufbau einer neuen Existenz ließ diese Erkenntnis bald in den Hintergrund treten. Im Januar 1945, kurz vor Kriegsende, schlossen sich die Deutschbalten der allgemeinen Flucht vor der Roten Armee an.