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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Der Zerfall Jugoslawiens

Nach Titos Tod 1980 und einer verheerenden Wirtschaftskrise meldeten sich ungelöste nationale Probleme und irrationale ethnische Konflikte mit ungeahnter Sprengkraft zurück. Das Experiment Jugoslawien scheiterte, das Land zerfiel. Slobodan Milos’evic’ nutzte serbische Bedrohungsängste zur Machtübernahme innerhalb der serbischen kommunistischen Partei. 1989 hob er die Autonomie des Kosovo und der Vojvodina auf und trat damit eine Lawine los. In dem eskalierenden Streit um die Kompetenz im jugoslawischen Bundesstaat entschieden sich die Teilrepubliken Slowenien, Kroatien und Makedonien 1990/91 für den Weg in die Unabhängigkeit. Auch in der kroatischen Hauptstadt Zagreb griff ähnlich wie in Belgrad ein übersteigerter Nationalismus um sich. Während das kleine, ethnisch homogene Slowenien sich rasch dem Zugriff der Serben entziehen konnte, mussten die schlecht gerüsteten Kroaten und bosnischen Muslime 1991–1995 und die Albaner im Kosovo 1998/99 einen mörderischen Kampf gegen die serbische Armee bestehen, die über die jugoslawischen Waffenarsenale verfügte. Milosevic wurde 2001 an das Haager Menschenrechtstribunal ausgeliefert und wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Er verstarb 2006 in der Haft.