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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Kriegsbedingte Vertreibungen

Die Vertreibungen während der Kriege in Ex-Jugoslawien waren keine Begleiterscheinungen, sondern integraler Bestandteil der Kriegsführung, ja eigentliches Kriegsziel. Alle kriegführenden Parteien verfolgten die Strategie, möglichst große Territorien zu erobern und andere Ethnien daraus zu vertreiben. Dass Vertreibung in Genozid übergehen kann, zeigt die Ermordung von 7.000-8.000 Muslimen durch bosnische Serben in Srebrenica im Juli 1995. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stellte fest, dass für dieses Verbrechen alle Tatbestände des Völkermordes erfüllt seien. Obgleich Serbien die Hauptschuld an den Kriegen trägt und Serben die umfangreichsten Vertreibungen durchgeführt haben, wurden sie auch Vertreibungsopfer. Auch die anderen Völker Ex-Jugoslawiens, insbesondere Kroaten, Bosnier und Kosovo-Albaner, haben Vertreibungen initiiert. In Bosnien und Herzegowina, deren Hauptstadt Sarajewo vor dem Krieg als Symbol für das Zusammenleben verschiedener Kulturen galt, bekämpften sich bis 1995 Serben, Kroaten und bosnische Muslime, wobei die Kroaten zeitweise mit den Serben, dann mit den Bosniern paktierten. Mit dem Friedensabkommen von Dayton 1995 wurde ein noch immer fragiler Friedensprozess eingeleitet.

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