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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Italienische Politik während des Faschismus

Die slawische Bevölkerung bildete in Städten und an der Küste Istriens eine Minderheit. Sie nahm im Landesinneren zu und stellte die Mehrheit an der dünn besiedelten Grenze. Fiume/Rijeka war eine Vielvölkerstadt mit italienischer Mehrheit. Entlang der Küste Dalmatiens siedelten überall Italiener, in Zara/Zadar bildeten sie die Mehrheit. In Triest und Fiume/Rijeka lebten viele Juden. Sie bildeten einen integralen Teil der italienischen Gesellschaft bis zu den „Rassegesetzen“ von 1938.
Die italienische Herrschaft verfolgte zwei Ziele:
Einerseits förderte sie staatliche Unternehmen, die Landgewinnung, Bergbau, Industrie und Handel betrieben, was allen ethnischen Gruppen zugute kam. So hatte die Stadt Zara/Zadar den Status eines Freihafens. Andererseits ging das faschistische Regime gegen politische, besonders kommunistische Gegner vor und verhängte gegen slowenische und kroatische Nationalisten harte Strafen wegen Gefährdung der Staatssicherheit. Die Zwangsitalienisierung wurde forciert, slawische Schulen und Zeitungen verboten. Italienisch wurde alleinige Sprache in Schulen und Kirchen, slawische Orts- und Familiennamen italienisiert. Faschistische Gruppen an der Grenze verhielten sich oft aggressiv gegenüber der slawischen Minderheit, wie auch die jugoslawischen Behörden in Dalmatien gegenüber Italienern.