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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Karelien vor 1939

Die Karelier siedelten seit dem frühen Mittelalter in dem Gebiet vom Südosten des heutigen Finnlands über die karelische Landenge und den Ladogasee bis hinauf zum Weißen Meer. Seit dem 12. Jahrhundert geriet Karelien zum Kampfplatz zwischen westlichem und östlichem Christentum, zwischen dem zunächst katholischen, ab dem 16. Jahrhundert lutherisch-evangelischen Schweden und dem orthodoxen Russland. 1323 wurde Karelien das erste Mal geteilt. Kultur, Religion und Gesellschaft entwickelten sich in beiden Teilen unterschiedlich. Für die Folgezeit spricht man von einem finnischen und einem russischen Karelien. Die Grenzverläufe änderten sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals. 1809 fiel das gesamte finnische Gebiet an Russland. Finnisch-Karelien gehörte seither zu dem von Zar Alexander I. ausgerufenen Großfürstentum Finnland. Für die Kulturgeschichte und die Entwicklung einer nationalen Identität Finnlands im 19. Jahrhundert spielte Karelien eine wichtige Rolle. Das Material für das finnische Nationalepos „Kalevala“ wurde hauptsächlich hier zusammengetragen. Ende 1917 erklärte Finnland nach der russischen Revolution seine Unabhängigkeit. 1919 wurde die Republik Finnland gegründet, zu der auch Finnisch-Karelien gehörte.