Ab Juni 1941 befand sich Finnland wieder im Krieg mit der
Sowjetunion. Es gelang in den folgenden Monaten, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.
Etwa 70 Prozent der Evakuierten kehrten zurück. Im Sommer 1944 mussten
sie erneut fliehen, als ein Großangriff der Roten Armee die finnischen
Streitkräfte bis an die Grenzen von 1940 zurückdrängte. Mit
dem Waffenstillstandsabkommen vom 19.9.1944 verlor Finnland dieselben Gebiete
wie bereits im Winterkrieg. Das brachte auch wirtschaftliche Einbußen,
denn Karelien hatte seit 1917 eine rasche Industrialisierung erlebt. Bedeutend
war seine Holz- und Papierindustrie.
Vorrangigste Aufgabe war nun die Versorgung und Integration der Umsiedler.
Wie schon 1940 war man bemüht, die Umsiedler gemeindeweise in zusammenhängenden
Gebieten anzusiedeln. Vorübergehend waren die Evakuierten vor allem auf
den Höfen der Einheimischen, zuweilen auch in öffentlichen Einrichtungen
untergebracht. Das Prinzip der allgemeinen Entschädigungspolitik basierte
auf einer höheren Steuerlast der Finnen. Mit diesem „Solidaritätsbeitrag“
konnten die Umsiedler auf der Grundlage eines Bodenbeschaffungsgesetzes von
1945 Land erwerben. Bis 1952 war die Ansiedlung abgeschlossen.