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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Fortsetzungskrieg und Abermalige Umsiedlung

Ab Juni 1941 befand sich Finnland wieder im Krieg mit der Sowjetunion. Es gelang in den folgenden Monaten, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Etwa 70 Prozent der Evakuierten kehrten zurück. Im Sommer 1944 mussten sie erneut fliehen, als ein Großangriff der Roten Armee die finnischen Streitkräfte bis an die Grenzen von 1940 zurückdrängte. Mit dem Waffenstillstandsabkommen vom 19.9.1944 verlor Finnland dieselben Gebiete wie bereits im Winterkrieg. Das brachte auch wirtschaftliche Einbußen, denn Karelien hatte seit 1917 eine rasche Industrialisierung erlebt. Bedeutend war seine Holz- und Papierindustrie.
Vorrangigste Aufgabe war nun die Versorgung und Integration der Umsiedler. Wie schon 1940 war man bemüht, die Umsiedler gemeindeweise in zusammenhängenden Gebieten anzusiedeln. Vorübergehend waren die Evakuierten vor allem auf den Höfen der Einheimischen, zuweilen auch in öffentlichen Einrichtungen untergebracht. Das Prinzip der allgemeinen Entschädigungspolitik basierte auf einer höheren Steuerlast der Finnen. Mit diesem „Solidaritätsbeitrag“ konnten die Umsiedler auf der Grundlage eines Bodenbeschaffungsgesetzes von 1945 Land erwerben. Bis 1952 war die Ansiedlung abgeschlossen.