Ein besonders hartes Schicksal traf die Deutschen in Jugoslawien.
Etwa ein Drittel kam durch Krieg und Vertreibung um. Die Wehrmacht war während
der Besatzung in Jugoslawien ab 1941 in erbitterte Partisanenkämpfe verwickelt
und hatte zahlreiche Kriegsverbrechen begangen. Bei ihrem Rückzug 1944
flüchtete ein Teil der Deutschen. Die zurückgebliebenen Deutschen
waren sich keinerlei Verbrechen gegenüber ihren jugoslawischen Nachbarn
bewusst. Doch gegen sie entlud sich der Hass der Jugoslawen. Bis Mai 1945
wurden alle Deutschen in Lager gebracht, in denen auf Grund willkürlicher
Tötungen, Hunger und Krankheiten eine extrem hohe Sterblichkeit herrschte.
60.000 Donauschwaben, ein Drittel der Internierten, verloren ihr Leben.
Auch die Hälfte der Deutschen in Ungarn musste 1946 ihre Heimat verlassen,
doch unter weniger dramatischen Umständen. Der Vertreibung war gar eine
Debatte im Parlament vorausgegangen, in der sich ungarische Politiker für
den Verbleib der Deutschen ausgesprochen hatten. Den Deutschen in Rumänien
blieb zwar die Vertreibung gen Westen erspart. Doch etwa 100.000 arbeitsfähige
Deutsche, in der Mehrzahl Frauen, wurden zur Zwangsarbeit in die UdSSR verschleppt.
Nahezu ein Drittel kam dabei um.