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ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
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DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
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AUSSTELLUNG IN BERLIN

DER VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN 1915/16

Die Massaker und Deportationen der armenischen Bürger des Osmanischen Reiches werden von der Mehrheit der Historiker und Genozidforscher als Völkermord gewertet. Türkische Regierungen bestreiten allerdings seit 1923 das Ausmaß und die Zielgerichtetheit der Verfolgung, verweisen auf die Dynamik der Kriegshandlungen sowie auf eigene Opfer. Die Deportationen und Massentötungen der Armenier im jungtürkischen Staat sind jedoch belegt und bezeugt, nicht zuletzt durch die zahlreich im Osmanischen Reich vertretenen deutschen Diplomaten.
Die armenische Bevölkerung hatte über Jahrhunderte im osmanischen Vielvölkerstaat weitgehend unbehelligt gelebt, wenn auch, wie alle Nicht-Muslime, rechtlich und steuerlich stark benachteiligt. Die im 19. Jahrhundert eingeleiteten gesellschaftspolitischen Reformen (1829-1876) blieben Stückwerk. Während des Russisch-Türkischen Krieges (1877/78) kam es zu Massakern an den Armeniern, weshalb das Osmanische Reich nach seiner Kriegsniederlage auf dem Berliner Kongress zum Schutz der armenischen Bevölkerung verpflichtet wurde. Doch unter der Herrschaft Sultans Abdülhamit II. (1876-1909) kam es 1894-1896 zu erneuten Massakern. Hoffnungen setzten die Armenier in die Machtübernahme der Jungtürken 1908. Sie wurden jedoch durch die Radikalisierung der Idee eines zentralistischen, ethnisch homogenen türkischen Nationalstaates zunichte gemacht. Nach dem Kriegs-eintritt des Osmanischen Reiches an der Seite Deutschlands und Österreich-Ungarns 1914 verschärfte sich die Haltung der jungtürkischen Regierung. Den Armeniern wurde pauschal Kollaboration mit Russland unterstellt. Ab März 1915 kam es zu Deportationen und massenhaften Ermordungen von Armeniern, die einen systematischen Zug entwickelten. Hochrechnungen gehen von 800.000 bis 1,75 Millionen Todesopfern aus.