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SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
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ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Der „Bevölkerungsaustausch” und das Lausanner Abkommen 1923

Der Griechisch-Türkische Krieg 1919-1922 hatte weitreichende Folgen für die politisch-demographische Neuordnung in Griechenland und in der jungen Republik Türkei. Der ersten Flüchtlingswelle, welche die Kapitulation der Griechen im September 1922 im unmittelbaren Kriegsgeschehen begleitete, folgte von 1923 bis 1926 der nahezu vollständige Exodus der verbliebenen griechisch-orthodoxen Bevölkerung aus Kleinasien.
Die Friedensverhandlungen der Alliierten mit der Türkei führten im Juli 1923 zum Lausanner Vertrag, der u. a. Gebietsregelungen und eine Konvention beinhaltete, die den Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei regeln sollte. Damit wurden die gegenseitigen Vertreibungen nachträglich legitimiert. Es wurden gemischte Kommissionen zur Beaufsichtigung des Austauschs einberufen. Nach Schätzungen des Völkerbundes waren insgesamt etwa 1.200.000 anatolische Griechen und etwa 356.000 griechische Muslime betroffen. Der Lausanner Vertrag setzte einen Schlusspunkt unter die ethnisch und religiös motivierten Vertreibungen und legitimierte das Streben der türkischen Nationalisten nach einer Homogenisierung der Bevölkerung in Anatolien.