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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Die „Kleinasiatische Katastrophe”

Zeitgleich mit dem Rückzug der griechischen Truppen 1922 aus Kleinasien schlugen die Briten vor, dort ein Protektorat des Völkerbundes zu errichten. Doch die Türken unter Mustafa Kemal suchten eine militärische Lösung. Für sie war dieser Feldzug ein nationaler Befreiungsschlag von den starren Strukturen des osmanischen Sultanats.
Die Hafenstadt Smyrna an der ägäischen Küste wurde zum Nadelöhr für alle Flüchtenden, waren es griechische Einheiten oder Zivilisten. Vor der Stadt ankerten die Schiffe der alliierten Flotten, um Diplomate und Landsmänner aufzunehmen. Griechische Ordnungshüter wurden geschickt, um in der Stadt das Chaos des verlorenen Feldzuges einzudämmen. Smyrna, eine blühende Handelsmetropole, in der seit dem 17. Jahrhundert ein Völkergemisch aus Armeniern, Juden, Griechen, Türken und Kontinentaleuropäern lebte, wurde zum Symbol des Untergangs des Hellenismus auf kleinasiatischem Boden.
Am Morgen des 9.9.1922 begann die Besetzung Smyrnas durch die Türken. Vom 13.-15.9. zerstörte ein vermutlich gezielt gesetzter Flächenbrand die armenischen und griechischen Viertel, Tausende Einwohner versuchten sich über den Kai auf Schiffe zu retten, Tausende starben in den Flammen. Nach zeitgenössischen Berichten verbrannte mindestens ein Fünftel der Bevölkerung.