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EINFÜHRUNG


SCHICKSALE

ARMENIER 1915/16
GRIECHEN UND TÜRKEN 1922/23
JUDEN IN DEUTSCHLAND AB 1933
POLEN, UKRAINER UND DAS BALTIKUM
DIE DEUTSCHEN AM ENDE DES 2.WK
FINNISCHE KARELIER 1939/40-44
ITALIENER AM ENDE DES 2.WK
ZYPERN 1963/64 UND 1974/75
JUGOSLAWIEN IN DEN 90 JAHREN

THEMENRÄUME


AUSSTELLUNG IN BERLIN

Die Ansiedlung der Vertriebenen und Flüchtlinge

Auf dem griechischen Festland wurden die „Mikrasiates“ vor allem im Umkreis der Großstädte Athen und Thessaloniki angesiedelt. Auf dem Land führten die Flüchtlinge neue Anbaumethoden (u. a. für Tabak und Baumwolle) und Hausbauweisen ein. In den Städten entstanden ganze Viertel in neuartiger Bauweise, z. B. Kalamaria in Thessaloniki oder Nea Smyrna in Athen. Die aus Griechenland ausgesiedelten Muslime konnten aufgrund ihrer geringeren Zahl relativ problemlos in die Türkei integriert werden. Sie wurden hauptsächlich auf die ländlichen Gebiete verteilt. Doch auch hier war aufgrund der kriegsbedingten Verwüstungen der Neuanfang schwierig.
Der Bevölkerungsaustausch war hauptsächlich entlang der religiösen Zugehörigkeit vollzogen worden. Andere Kriterien wie etwa die Sprache wurden weniger beachtet. Das führte in vielen Fällen zu Integrationsproblemen und zu gebrochenen Biographien: Viele der griechischen Muslime sprachen kaum Türkisch; ihnen waren die anatolischen Sitten zunächst ebenso fremd wie den orthodoxen Christen Kleinasiens das hellenische Festland. Die aus Kappadokien stammenden orthodoxen Karamanlides etwa sprachen Türkisch und schrieben es mit griechischen Buchstaben. Neben dem Flüchtlings- fonds des Völkerbundes halfen vor allem das Internationale Rote Kreuz und die American Relief Administration, die Infrastrukturen in den neuen Ansiedlungsgebieten aufzubauen.